Tibetisches Détroisment

„Lassen wir das Tibetische Détroisment doch mal sein“, fordert mich die Frau gutmütig auf. Mir gefällt ihre unkomplizierte Art.

Die Luft ist mild. Ein später, unerwartet warmer Sommerabend.Das Meer steht in vielen flachen Seen – spätes Licht verströmt sich golden.

Strand. Ein weites Dreieck tief ins dunkle Erdreich gegraben. Feuchte Holzstege überbrücken Abgründe, gewähren Einblick, schlagen neue Wege zum Meer vor.

Die Zeit vergeht, gedankenverloren und innehaltend. Abendröte und Dämmerung tauchen in orange schimmernde Bronze. Die Seen mit Tee gefüllt, milde besänftigt von milchweißen Wolken.

Das Wasser steigt beständig. Einfach losgehen, immer weiter ins Meer gehen. Das Wasser umspült bald jeden Schritt, steigt an… bis es sich erfüllt.

Gezeiten. Abwarten - den Weg fortsetzen.

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