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Das Vergehen des Baumes

Ein verwunschener Ort
der alte Baum trägt raue Rinde
hager der Stamm – vibrierend
die Krone von üppigem Dunkelgrün

Die kräftigen Wurzeln
mit dem Erdreich verwachsen
an diesen Ort gebunden
abhängig vom Entgegenkommen

Was soll ich tun?
nachdenkliches Innehalten
die Zeit geht unbeirrt weiter
der Baum ist aufgebracht und spricht nun wild

Nein! Der Baum darf nicht sprechen!
zu spät – denn der Zerfall beginnnt
bald löst er sich in seinen eigenen Worten auf
die Wasser des Flusses ergreifen den Raum

Oh Baum, so schweig!
verzweifelt das Schluchzen in meiner Kehle
wild schüttelt sich der Baum in seinem eigenen Sturm
öffnet den Stamm mit knorrigen Lippen.

Die Zeit frisst meine Vorstellung fort
dieser Baum ist nicht mehr zu halten
all seine Kraft gibt er seinen Worten
und dem Zorn seiner Verwurzelung

Schnell wie der Wind löst er sich auf
alles verstummt… so als wäre er nie da gewesen…
der Verlust ist schmerzlich – und dennoch…
gelassen und klar fließt der Fluss

aus einem Traum vom 18.Dezember 2003

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